Linie zur Verzierung
Kinder der Nacht | Suizid-Forum / Selbsthilfeforum | Sexueller Kindesmissbrauch
Linie zur Verzierung
Banner des KDN
Linie zur Verzierung
Linie zur Verzierung
Linie zur Verzierung

Sexueller Kindesmissbrauch und seine Folgen

    Sexueller Missbrauch ist Ausbeutung von Kindern, obgleich Mädchen oder Jungen.
    Unter anderem versteht man unter sexuellen Missbrauch, Misshandlungen die an Jungen
    oder Mädchen verübt werden.

    Sexuelle Handlungen und Abhängigkeitsbeziehung zwischen Täter/Opfer sind Faktoren die
    sexuellen Missbrauch kennzeichnen. Des Weiteren auch das "Gebot" der Geheimhaltung.

    Handlungen, in denen keine Berührungen stattfinden, wie zum Beispiel dem Kind
    pornografisches Material zeigen oder sich nackt ausziehen zu müssen (zur Schau stellen),
    zählt man ebenfalls zum sexuellen Missbrauch. Jedoch geht es in den meisten Handlungen
    um Körperkontakt. Missbrauchshandlungen können unterschiedlich sein, wie zum Beispiel
    ein Zungenkuss, gegenseitiges Anfassen bis hin zum Geschlechtsverkehr. Der sexuelle
    Charakter dahinter muss nicht unbedingt erkennbar sein. So kann ein Kind beim Baden oder
    Abtrocknen unangemessen angefasst werden und somit dem Täter eine sexuelle Erregung
    geben. Durchaus können auch Schläge gegen das Kind eine sexuelle Erregung für den
    Erwachsenen sein. Von daher ist es schlecht einzuschätzen in welcher Lage sich ein
    betroffenes Kind befindet.

    Unter Abhängigkeitsbeziehung kann man verstehen:

    • der Altersunterschied zwischen Täter und Opfer
    • die körperliche Überlegenheit des Täters
    • erziehungsbedingte oder emotionale Abhängigkeit (z.B. Familie)
    • arbeitsbedingte Abhängigkeit bei Jugendlichen (z.B. Ausbildungsplatz)

    Bei emotional vernachlässigten Kindern kann dadurch der Wunsch nach Nähe,
    Zuwendung und Körperkontakt geweckt werden, dies ist aber nie und in
    keinem Fall altersgerecht. So glaubt der Täter die Wünsche des Kindes zu
    erfüllen; in Wahrheit nutzt er die emotionale Bedürftigkeit des Kindes aus und
    erlangt dadurch die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse.

    Der Täter nimmt die Gefühle, vor allem die Auswirkungen auf die weitere Entwicklung
    des Kindes nicht wahr. Dadurch verleugnet, entwertet oder verdreht er dessen
    Bedürfnisse. Das Kind kann sich diesem Verleugnungsmechanismus nicht entziehen,
    unterdrückt die eigenen Gefühle und entwertet sich selbst. Durch das Gebot der
    Geheimhaltung verhindert der Täter, dass das Kind die Übergriffe jemanden erzählt.
    So setzt er das Opfer auf unterschiedliche Art und Weise unter Druck:

    • Körperliche Gewalt
    • Liebesentzug (z.B. "Mama hat dich dann nicht mehr lieb.")
    • Auseinanderbrechen der Familie (z.B. "Mama schickt dich ins Heim.")
    • Todes- und Morddrohungen (z.B. "dann bring ich deine Mama um.")

    Sexueller Missbrauch in der Kindheit führt nicht immer zu einer späteren Störung
    der eigenen Sexualität. Es besteht aber immer ein Zusammenhang zwischen dem Erlebten
    in der Kindheit und den psychosomatischen Erkrankungen im Erwachsenenalter.

    Mögliche kurzzeitige Folgen:

    • Unangemessenes Sexualverhalten
    • Auffälligkeiten im Sozialverhalten
    • Somatische und psychosomatische Folgen

    Mögliche Langzeitfolgen sind:

    • Depressionen
    • Ängste
    • Emotionale und kognitive Störungen
    • Persönlichkeitsstörungen
    • Schlaf- und Essstörungen
    • Beziehungsstörungen
    • Suchtverhalten
    • Probleme der sozialen Anpassung
    • Somatisierung

    Zu beachten ist, dass es kein spezifisches Missbrauchssymptom gibt. Jede psychische
    Erkrankung kann Hinweise auf Missbrauch in der Kindheit geben. Denn Missbrauch führt
    zu unterschiedlichsten Symptomen, die über längere Zeit auftreten.

    (Quelle: apocalypse)
Engel zur Verzierung

Engel zur Verzierung