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Sexueller Kindesmissbrauch und seine Folgen
Sexueller Missbrauch ist Ausbeutung von Kindern, obgleich Mädchen oder Jungen.
Unter anderem versteht man unter sexuellen Missbrauch, Misshandlungen die an Jungen
oder Mädchen verübt werden.
Sexuelle Handlungen und Abhängigkeitsbeziehung zwischen Täter/Opfer sind Faktoren die
sexuellen Missbrauch kennzeichnen. Des Weiteren auch das "Gebot" der Geheimhaltung.
Handlungen, in denen keine Berührungen stattfinden, wie zum Beispiel dem Kind
pornografisches Material zeigen oder sich nackt ausziehen zu müssen (zur Schau stellen),
zählt man ebenfalls zum sexuellen Missbrauch. Jedoch geht es in den meisten Handlungen
um Körperkontakt. Missbrauchshandlungen können unterschiedlich sein, wie zum Beispiel
ein Zungenkuss, gegenseitiges Anfassen bis hin zum Geschlechtsverkehr. Der sexuelle
Charakter dahinter muss nicht unbedingt erkennbar sein. So kann ein Kind beim Baden oder
Abtrocknen unangemessen angefasst werden und somit dem Täter eine sexuelle Erregung
geben. Durchaus können auch Schläge gegen das Kind eine sexuelle Erregung für den
Erwachsenen sein. Von daher ist es schlecht einzuschätzen in welcher Lage sich ein
betroffenes Kind befindet.
Unter Abhängigkeitsbeziehung kann man verstehen:
• der Altersunterschied zwischen Täter und Opfer
• die körperliche Überlegenheit des Täters
• erziehungsbedingte oder emotionale Abhängigkeit (z.B. Familie)
• arbeitsbedingte Abhängigkeit bei Jugendlichen (z.B. Ausbildungsplatz)
Bei emotional vernachlässigten Kindern kann dadurch der Wunsch nach Nähe,
Zuwendung und Körperkontakt geweckt werden, dies ist aber nie und in
keinem Fall altersgerecht. So glaubt der Täter die Wünsche des Kindes zu
erfüllen; in Wahrheit nutzt er die emotionale Bedürftigkeit des Kindes aus und
erlangt dadurch die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse.
Der Täter nimmt die Gefühle, vor allem die Auswirkungen auf die weitere Entwicklung
des Kindes nicht wahr. Dadurch verleugnet, entwertet oder verdreht er dessen
Bedürfnisse. Das Kind kann sich diesem Verleugnungsmechanismus nicht entziehen,
unterdrückt die eigenen Gefühle und entwertet sich selbst. Durch das Gebot der
Geheimhaltung verhindert der Täter, dass das Kind die Übergriffe jemanden erzählt.
So setzt er das Opfer auf unterschiedliche Art und Weise unter Druck:
• Körperliche Gewalt
• Liebesentzug (z.B. "Mama hat dich dann nicht mehr lieb.")
• Auseinanderbrechen der Familie (z.B. "Mama schickt dich ins Heim.")
• Todes- und Morddrohungen (z.B. "dann bring ich deine Mama um.")
Sexueller Missbrauch in der Kindheit führt nicht immer zu einer späteren Störung
der eigenen Sexualität. Es besteht aber immer ein Zusammenhang zwischen dem Erlebten
in der Kindheit und den psychosomatischen Erkrankungen im Erwachsenenalter.
Mögliche kurzzeitige Folgen:
• Unangemessenes Sexualverhalten
• Auffälligkeiten im Sozialverhalten
• Somatische und psychosomatische Folgen
Mögliche Langzeitfolgen sind:
• Depressionen
• Ängste
• Emotionale und kognitive Störungen
• Persönlichkeitsstörungen
• Schlaf- und Essstörungen
• Beziehungsstörungen
• Suchtverhalten
• Probleme der sozialen Anpassung
• Somatisierung
Zu beachten ist, dass es kein spezifisches Missbrauchssymptom gibt. Jede psychische
Erkrankung kann Hinweise auf Missbrauch in der Kindheit geben. Denn Missbrauch führt
zu unterschiedlichsten Symptomen, die über längere Zeit auftreten.
(Quelle: apocalypse)
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